Uniscientia Stiftung fördert CogniDo Studie am FKE

Bereits zwei Feldphasen hat das FKE in der Gesamtschule Berger Feld durchgeführt. Im Sommer 2011 und Winter 2013 besuchte das Studienteam die Jahrgangstufen 5 und 6. Alle Schülerinnen und Schüler, die an der Studie teilnehmen wollten und ein Einverständnis der Eltern abgaben, nahmen an zwei Tagen im Rahmen des regulären Schulablaufs im Klassenverband an der Studie teil. Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Klasse wurden die Kinder zum Mittagessen in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Gruppe zum Mittag Spaghetti Bolognese gegessen hat, beschäftigte sich die andere Gruppe mit kleinen Spielen am Tisch, erhielt Wasser zu trinken und hat nicht gegessen. Zu Beginn des nachmittäglichen Unterrichts wurden mittels computergestützter Tests verschiedene Parameter der exekutiven Kognitiven Funktionen gemessen (u.a. Aufgabenwechsel, Arbeitsgedächtnis und Inhibition). Natürlich hat die Nichtesser-Gruppe nach diesem Test das Mittagessen nachgeholt. Nach einer Woche wurde der Studientag wiederholt nur diesmal tauschten die Gruppen, so dass am Ende der Studie jeder einmal in der Esser- und einmal in der Nichtesser-Gruppe war.

Erste Ergebnisse der ersten Feldphase, die vor kurzem im European Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass das Auslassen der Mittagsmahlzeit keinen kurzfristigen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten bei Kindern unmittelbar zu Beginn des nachmittäglichen Unterrichts hat. Inwiefern sich dies auch bei den komplexeren exekutiven Funktionen widerspiegelt, wird derzeit anhand der jüngst erhobenen Daten ausgewertet. In der nächsten Projektphase, dem „CogniDo Continuum“, soll unter anderem untersucht werden, wie sich eine Verlängerung der Nahrungskarenz und eine Veränderung der Nährstoffzusammensetzung auswirken.