Neues Projekt am FKE

‚Kritischer’ Nährstoff Eisen in der Säuglingsernährung
Neues Projekt am 1. September 2014 am FKE gestartet

Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderte ‚Eisen-Projekt’ hat zum Ziel, die Eisenversorgung bei Säuglingen, die gemäß den Handlungsempfehlungen des Netzwerks Junge Familie (Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr des FKE) ernährt werden, zu überprüfen und zu sichern.

Der Eisenbedarf ist bei Säuglingen im 2. Lebenshalbjahr aufgrund des rapiden Wachstums besonders groß. Eisenmangel in der frühen Kindheit kann die körperliche und kognitive Entwicklung nachhaltig beeinträchtigen.

Die am FKE durchgeführte DINO Studie hatte angedeutet, dass der Zeitpunkt der Beikosteinführung und die Stilldauer das Risiko für die Entwicklung eines Eisenmangels modulieren können. Zur Verifizierung der Ergebnisse soll jetzt in einer Sonderauswertung der am FKE durchgeführten PINGU-Studie die Eisenversorgung bei Säuglingen überprüft und die Identifizierung möglicher vulnerabler Gruppen ermöglicht werden.

Die Datenbasis sind Ernährungsprotokolle und Blutanalysen von Biomarkern der Eisenversorgung bei Säuglingen, die gemäß den Handlungsempfehlungen des Netzwerks Junge Familie (Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr des FKE) ernährt wurden. Die Ernährungsprotokolle reflektieren markante Alterszeitpunkte der Ernährung im Säuglingsalter, die Blutproben wurden vor Beginn und am Ende der Beikostphase untersucht.

Die Ergebnisse fließen in den ‚Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr’ des FKE und damit in die Handlungsempfehlungen des Netzwerks Junge Familie ein. Sie erlauben auch eine Bewertung der aktuellen Referenzwerte (DGE) für die Eisenzufuhr unter den Bedingungen der Säuglingsernährung in Deutschland.

Das ‚Eisen-Projekt’ (Laufzeit: 09/2014-08/2015) wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, über die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.