PINGU: Multimodale Interventionsstudie zur Fettsäureoptimierung in der Beikost

PINGU (Polyunsaturated fatty acids in childpingu nutrition – a German multimodal optimisation study) ist ein BMBF-Verbundprojekt. Kern ist eine partiell doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie (Standort Dortmund) mit dem Ziel, die Effekte einer Fettsäureoptimierung in kommerziellen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Menüs im 2. Lebenshalbjahr auf den Fettsäurestatus und die kognitive und visuelle Entwicklung unter Verwendung alternativer ernährungsphysiologischer Ansätze zu untersuchen.

Im Mittelpunkt stehen omega-3 Fettsäuren, speziell die Docosahexaensäure (DHA) und ihre Vorstufe, die alpha-Linolensäure (ALA). In einer früheren Interventionsstudie des FKE (DINO) wurde ein positiver Zusammenhang zwischen Rapsöl (reich an ALA) in der Beikost und höheren DHA-Werten im Plasma von Säuglingen beobachtet. Dieser positive Effekt des Rapsöls soll in der PINGU-Studie mit weiteren Biomarkern bestätigt werden. Gleichzeitig wird nun erstmals untersucht, ob Fisch (reich an DHA) in der Beikost eine ähnlich positive Wirkung auf die omega-3 Fettsäureversorgung von Säuglingen haben könnte. Darüber hinaus werden in einer psychologisch-sensorischen Begleitstudie mütterliche Ernährungseinstellungen und Erziehungsstile sowie eine mögliche frühkindliche Geschmacksprägung durch die Beikost untersucht. In einer methodisch-analytischen Begleitstudie soll die Fettsäurezusammensetzung von Wangen­schleimhautproben als nicht-invasiver Biomarker des Fettsäurestatus validiert werden.

Studiennahrung sind handelsübliche Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Menüs, die sich lediglich durch das verwendete Pflanzenöl und damit durch das Fettsäuremuster unterscheiden. Anhand von Analysen der Fettsäurezusammensetzung der Erythrozytenmembranen wird der Effekt auf den Fettsäurestatus der Säuglinge bestimmt. Durch funktionelle Testungen werden Unterschiede bei der visuellen und kognitiven Entwicklung untersucht.

Weitere Informationen: www.pingu-studie.de

  • Verbundkoordination: Prof. Dr. Mathilde Kersting
  • Kooperationspartner: Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Dortmund, Dr. von Haunersches Kinderspital der Ludwig-Maximilian-Universität München,  Department für Psychologie der Universität Potsdam
  • Leitung der Interventionsstudie am FKE: Dr. Lars Libuda
  • Mitarbeiter: M.Sc. Christina Mesch, M.Sc. Madlen Stimming
  • Zeitraum: 2010–2013
  • Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Fördermaßnahme: Innovationen und neue Ideen für den Ernährungssektor; Produktion der Studiennahrung: Hipp GmbH und Co. Vertrieb KG