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Public Health-Projekte

In Public Health Projekten wird die Machbarkeit und Akzeptanz präventiver Empfehlungen für die Ernährung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen bei ausgewählten Zielgruppen untersucht. Hierzu werden aktuelle Fragestellungen der Gesundheitsförderung mit Bezug zur Kinderernährung aufgegriffen und in Beobachtungs- und Evaluationsstudien mit quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden bearbeitet. Ein Schwerpunkt ist der Setting-Ansatz mit der Untersuchung von Zugangswegen unter Berücksichtigung sozio-kultureller Hintergründe. Diese Forschungsarbeiten erfolgen mit Mitteln der öffentlichen Hand, die großteils in Ausschreibungen und Wettbewerben eingeworben werden.

Studien

  • Kinderernährung deutsch und türkisch mehr
  • Schulverpflegung NRW mehr
  • Dokids in Form mehr
  • HELENA mehr

Kinderernährung deutsch und türkisch

Das Projekt setzt im wesentlichen qualitative Untersuchungsansätze ein mit dem Ziel, Missverständnisse in der Kommunikation über zentrale Inhalte der Empfehlungen zur Säuglingsernährung im deutsch-türkischen Dialog zu identifizieren. Hierzu werden Einstellungen und Verhaltensweisen deutscher und türkischer Mütter, mit niedrigem sozialen Status, mit dem Schwerpunkt Säuglingsernährung herausgearbeitet. Parallel wird mit Hilfe von quantitativen Methoden ein Instrument zur Erfassung der Ernährungsgewohnheiten von Kindern im Alter von 3-6 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund und niedriger sozialer Herkunft entwickelt. Das Projekt beschäftigt sich theoretisch-methodisch darüber hinaus mit den Zugangswegen zu Risikogruppen im Public Health Bereich.

  • Projektleitung: Prof. Dr. Mathilde Kersting
  • Kooperationspartner: Lehrstuhl für Marketing TU Dortmund; Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Epidemiologie und Leibnitz-Universität Hannover, Institut für Sonderpädagogik; Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaft
  • Mitarbeiter: Dr. Annett Hilbig, Dipl. Oecotroph. Lisa Stahl, MSc. PHN
  • Zeitraum: 2009 ff
  • Förderung: Europäischer Integrationsfonds, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Schulverpflegung NRW

Das Projekt ist die erste landesweite Erhebung zur Mittagsverpflegung in Schulen mit Ganztagsangebot in NRW. Ziel ist es, den aktuellen Status anhand von strukturellen und ernährungsphysiologischen Merkmalen umfassend zu beschreiben und bewerten und vorrangige Handlungsfelder zu identifizieren.

In einer repräsentativen Zufallsstichprobe der Ganztagsschulen in NRW werden per Fragebogen an die Schulleitung strukturelle Kerndaten im Bereich der Mittagsverpflegung erhoben. In einer Unterstichprobe werden zusätzlich Detaildaten zur ernährungsphysiologischen Bewertung mittels Speiseplänen und Rezepten erfasst. Die Kerndaten erfragen auch vorrangige Problemfelder aus Sicht der Akteure, die Detaildaten erlauben eine Aufschlüsselung nach Verpflegungssystemen und Vergleiche mit bestehenden Empfehlungen für das Schulmittagessen. Die Ergebnisse können ein Ausgangspunkt für ein NRW-spezifisches Monitoring der Schulverpflegung sein und einen zielgerichteten Einsatz verfügbarer Ressourcen fördern.

  • Projektleitung: Prof. Dr. Mathilde Kersting
  • Beteiligt: Verbraucherzentrale NRW
  • Mitarbeiter: Dr. Kerstin Clausen, Dipl. oec. troph. Claudia Krämer
  • Zeitraum: 2009-2010
  • Förderung: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Weitere Informationen finden sich im Abschlussbericht

Dokids in Form

‚Dokids in Form’ – Mehr bewegen und mehr trinken von Kindheit ist ein settingbezogenes Projekt zur lokalen Vernetzung gesundheitsförderlicher Aktivitäten. Ziel ist die Unterstützung von Einrichtungen für Kinder bei der frühen Gewöhnung an einen gesunden Lebensstil. Mit einer Kombination von Verhaltens- und Verhältnisprävention sollen Kinder im Alter von 4-10 Jahren in Kindergarten, Kindertagesstätte oder Grundschule zur Steigerung der körperlichen Aktivität und zur Verbesserung des Trinkverhaltens angeregt werden. Die Maßnahmen werden modellhaft am Standort Dortmund in 3 Stadtteilen mit unterschiedlicher Sozialstruktur eingeführt, in Form von Handlungsanleitungen für Betreuer und Lehrer dokumentiert und exemplarisch evaluiert. Im Anschluss fungiert die Kommune (Stadt Dortmund) mit ihren stadtteilbezogenen Familienbüros als Anlaufstelle für kinderbezogene Einrichtungen und Familien. Sie ermöglicht  so die weitere Verbreitung der Bündnismaßnahmen.

Weitere Informationen: www.in-form.de

  • Projektleitung: Prof. Dr. Mathilde Kersting
  • Kooperationspartner: Christliches Jugenddorf Dortmund (CJD), Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln (VKJK)
  • Mitarbeiter: Dr. Kerstin Clausen
  • Zeitraum: 2008-2011
  • Finanzierung: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Aktionsbündnisse Gesunde Lebensstile und Lebenswelten

HELENA Studie (Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescents)

Die HELENA Studie hat zum Ziel, die Gesundheit von Jugendlichen in Europa zu verbessern und späteren Krankheiten vorzubeugen. Dazu werden kulturelle, soziale, genetische und geschlechtsbedingte Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Zusammenhang mit der Ernährung bei 13-16jährigen Jugendlichen in Europa untersucht. Durchgeführt wird das multizentrische Projekt in 11 Städten (10 Ländern) der Europäischen Union: Athen in Griechenland; Dortmund in Deutschland; Gent in Belgien; Heraklion auf Kreta; Lille in Frankreich; Pecs in Ungarn; Rom in Italien, Stockholm in Schweden; Wien in Österreich; Zaragossa in Spanien und Birmingham in Großbritannien.

Dortmund ist beteiligt an der HELENA-Querschnittstudie (u.a. Erhebungen zu Nahrungsverzehr, körperlicher Aktivität und Fitness) und der HELENA-Interventionsstudie (internetbasierte individuelle Beratung zu Ernährung und Bewegung) sowie verantwortlich für die Auswertung der Verzehrserhebungen

  • Finanzierung: Europäische Kommission, HELENA Project (6th PCRD-FOOD-CT- 2005-007034).
  • Projektkoordination: Prof. Dr. Luis. MORENO (Med. Univ. Zaragossa, Spanien).
  • Projektleitung Dortmund: PD Dr. Mathilde Kersting
  • Mitarbeiter: Dr. Wolfgang Sichert-Hellert, Dipl. oec. troph. Ellen Koeppen
  • Zeitraum: 2005-2008